Lars-Broder Keil

Lars-Broder Keil, geboren 1963 in Bad Dürrenberg. Studium der Journalistik in Leipzig. Er ist Journalist sowie Buchautor und beschäftigt sich intensiv mit zeitgeschichtlichen und literaturhistorischen Themen. Zuletzt erschienen von ihm „Stauffenbergs Gefährten. Das Schicksal der unbekannten Verschwörer“ (mit Antje Vollmer, 2013) und „Mord an der Mauer. Der Fall Peter Fechter“ (mit Sven Felix Kellerhoff, 2012).

 

 

Sven Felix Kellerhoff

Sven Felix Kellerhoff, geboren 1971 in Stuttgart, studierte Geschichtswissenschaften und Medienrecht an der Freien Universität Berlin und absolvierte die Berliner Journalisten-Schulen. Er ist tätig als Journalist und Publizist. Zuletzt erschienen von ihm „Heimatfront. Der Untergang der heilen Welt – Deutschland im Ersten Weltkrieg“ (2014) und „Aus der Geschichte lernen. Ein Handbuch zur Aufarbeitung von Diktaturen“ (2013).

25jahre-mauerfallDer Mauerfall – Ein Volk nimmt sich die Freiheit

Im Herbst 2014 jährt sich zum 25. Mal der Fall der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze. Die bewegenden Bilder eines Volkes, das sich ohne Gewalt die Freiheit nahm, gingen um die Welt. In den Monaten zuvor gingen zehntausende von DDR-Bürgern auf die Straße und überwanden und erzwangen auf friedliche Weise die Zweistaatlichkeit in Deutschland.

Gestützt auf Zeitzeugenschaft und durch historische Analysen lenken die Autoren den Blick auf Ereignisse vor und nach dem 9./10. November 1989, die von entscheidender Bedeutung waren für das Gelingen der Friedlichen Revolution, die teils aber vergessen oder in den Hintergrund gerückt sind. Der Schwerpunkt dieser Geschichte von der Teilung zur Einheit liegt auf den Jahren 1987 bis 1990. Dieser opulent bebilderte Band bringt die weltgeschichtlich einzigartigen Facetten dieses Jubiläums ins Bewusstsein und würdigt zugleich Mut und Entschlossenheit der Bürger, die den Weg in die Freiheit bahnten.

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Ernst Piper

Ernst Piper wurde 1952 in München geboren und studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik in München und Berlin. Er ist Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität in Potsdam und hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Renaissance sowie des 19. und 20. Jahrhunderts vorgelegt. Zuletzt erschien von ihm in der Edition Lingen Stiftung „Das Zeitalter der Weltkriege“.

 

155400_1945_Niedergang und Neubeginn_3D1945. Niederlage und Neubeginn

Der 8. Mai 1945 ist ein zentrales Datum in der europäischen Geschichte. Doch während die meisten Nachbarländer diesen besonderen Tag als Grund zum Feiern sahen und sehen, wurde in Deutschland lange eher an die Schmach als an die Befreiung gedacht. Beide Aspekte behandelt Herausgeber Ernst Piper in seinem Buch „1945. Niederlage und Neubeginn“ (Edition Lingen Stiftung). Darin versammelt er bekannte Wissenschaftler und Journalisten, die sich mit den verschiedenen Auswirkungen des Endes des Zweiten Weltkriegs auseinandersetzen.

Das Kriegsende 1945 markierte den Neuanfang zahlreicher Länder und führte zu einer Neuordnung des weltpolitischen Gefüges, die schon bald den Jahrzehnte andauernden Kalten Krieg zur Konsequenz hatte. „1945. Niederlage und Neubeginn“ thematisiert verschiedene Bereiche der Besatzungsherrschaft − von der Potsdamer Konferenz bis hin zu den internationalen Militärgerichtshöfen in Nürnberg und Tokio −, den Weg zu zwei getrennten deutschen Staaten und die Flucht und Vertreibung hunderttausender Menschen als Folge der Friedensbeschlüsse. Ebenfalls behandelt werden die Entwicklungen im übrigen Europa und in Asien, etwa der griechische Bürgerkrieg, die Bildung des Staates Israel und das Ringen um Unabhängigkeit von Ländern wie Indien, Burma und den Philippinen.

Weitere Autoren sind:

Jörg Becken, Wolfgang Benz, Ralf Fücks, Gerd Hankel, Manfred Jehle, Lars-Broder Keil, Sven Felix Kellerhoff, Christopher Kopper, Heinz Richter, Axel Schildt, Michael Schwartz

Das Zeitalter der Weltkriege 1914 – 1945

Von einem „Zeitalter der Weltkriege“ zu spre-chen, heißt, die Jahre 1914-1945 als Einheit zu sehen, um die großen Verbindungs- und Entwicklungslinien deutlich werden zu lassen. Nicht nur die politischen, sondern auch die wirtschaftlichen Ziele der kriegführenden Mächte, die Kontinuitäten wie die Diskontinuitäten des Zeitalters treten hervor. Bereits Winston Churchill hatte diese Zeitspanne als „zweiten Dreißigjährigen Krieg“ charakterisiert und damit die beiden Weltkriege in einen epochalen Zusammenhang gestellt.

Der Versailler Vertrag beendete zwar for- mal den Krieg der Jahre 1914-1918, aber Niemals zuvor ist ein größeres Inferno ent- facht worden: Millionen Menschen verloren ihr Leben auf den Schlachtfeldern, in KZ- und Vernichtungslagern, durch Bürgerkriege oder Vertreibungen, durch Hungersnöte und Bombenkrieg. Zerstörungen und Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes vernichteten die Existenzgrundlagen ganzer Völker. Ein Zeit- alter extremer Gewalt und radikaler Nationa- lismen, das von den Anfangsjahren bis in die Endphase vom Begriff des „totalen Krieges“ geprägt wurde. Das imperiale Europa des 19. Jahrhunderts, in dem 1914 „die Lichter ausgingen“, war
30 Jahre später über weite Strecken verwüs- tet und von Trümmerlandschaften bedeckt. Erst auf den Ruinen dieses untergegangenen Europas entstand – in einem Jahrzehnte wäh- renden Prozess – die „Europäische Union“, die für ihr Bemühen, Lehren aus den großen Katastrophen der ersten Hälfte des 20. Jahr- hunderts zu ziehen, 2012 mit dem Friedensno- belpreis ausgezeichnet wurde.